Tübinger Mikroskopischer Stammtisch (TMS)

Beim wöchentlichen „Mikroskopier-Stammtisch“ sitzen wir virtuell per Internet-Meeting (ZOOM) zusammen, immer Sonntags ab 10 Uhr. Die Zugangsmodalitäten werden rechtzeitig per E-Mail an die Mitglieder verschickt. Gäste sind willkommen, bitte → Kontakt aufnehmen.

Die Beiträge sind hier in chronologischer Reihenfolge zusammengefasst, die neuesten zuerst (oben). Beiträge von weiter zurückliegenden Stammtischen sind ganz unten aufgelistet.

14. August 2022

    • Das „Experimentum crucis“ der Quantenmechanik: Das Doppelspalt-Experiment belegt, dass die Newton’sche Mechanik grundsätzlich falsch ist. Die Welt wird von der Quantenmechanik „beherrscht“. Horst Fries zeigt das Doppelspalt-Experiment mit ganz einfachen Mitteln live (mit Laserpointer) und erklärt, warum dieses Experiment die Newton’sche Mechanik widerlegt. Dieser Vortrag ist angelehnt an die 1. Vorlesung über die Quantenmechanik an der Uni Erlangen-Nürnberg von Frederic Schuller, hier auf YouTube → https://www.youtube.com/watch?v=wUk-gW8IfR0&list=PLPO5pgr_frzTeqa_thbltYjyw8F9ehw7v&index=1
    • Rückblick auf die „Nacht der Sterne“ des Deusch-Französichen Kulturinstituts, bei der die TMS mit Vortrag und Mikroskopen mitmachte. Siehe → Nuits des étoiles – Nächte der Sterne (mit der TMG)Ergänzend zum dortigen Vortrag von Alfons, der u. a. von den Ähnlichkeiten zwischen Mikro- und Makrokosmos handelte, empfiehlt Gerd den Vortrag au YouTube von Harald Lesch → https://www.youtube.com/watch?v=MXPsdsuJ_Xw
    • Rudolf Lukes findet eine 3D-Ansicht nach dem Kreuzblick-Verfahren von Heribert Cypionka genial. Warum wendet dieses einfache und augenschonende Verfahren offenbar niemand an? Wir sollten es mal ausprobieren. Eine Anleitung gibt’s auf Heribert Cypionkas PICOLAY-Seite: http://www.picolay.de/forum/crossview_En.pdf
      Thomas Harbich bring noch eine weitere Variante zur 3D-Betrachtung ins Spiel: Eine Prismenbrille, bei der die beiden Teilbilder übereinander angeordnet sein müssen. Man erhält (im Gegensatz zur Analglyphenbrille) ein farbgetreues Ergebnis. Bei der Firma Perspektrum findet man einen KMQ 3D-Prismenbetrachter für 5,90 €: → https://www.perspektrum.de/search?q=kmq

      Eine Übersicht über 3D-Verfahren hier → https://www.stereoskopie.org/de/stereoskopie/technik/wiedergabe.html#KMQ

  • 23 Teilnehmer

7. August 2022

  • Keine Bilder und Infos.

30. Juli  2022

  • Für das Thema „Sand“ gibt es nun einen eigenen Sammelbeitrag → Beiträge wie Sand am Meer. Auch die heutigen Beiträge von Günther Dorn (Sande aus aller Welt), Alfons Renz (Edelsteinseife) und Martin Bemmann („Sandmikroskop“) sind dort enthalten.
  • Fotos von Dickschliffen fossiler Foraminiferen lieferte Willi Latz.
  • Eine bestens erhaltene, ca. 6 cm große fossile Nautilus hat Christoph Hebestreit am Rand der Schwäbischen Alb gefunden (im oberen Braunjura). Da die Kammern nicht ausgefüllt sind, ist der zentrale Siphonkanal gut zu erkennen, der die Kammern verbindet. Ein Bild in 3D-Alaglyphen-Darstellung. Die letzte Kammer, die Wohnkammer, fehlt dem Fossil.
  • Der Wurm, den Ingo Reicher in einem Tümpel gefunden hat, ist die „TeichschlangeStylaria lacustris, ein Oligochaet.
  • Eine Anfrage an die TMG: Was ist das für ein UMO? Spektrometer? Polarimeter? Der Hersteller ist Steeg & Reuter. Wir werden es noch herausbekommen!
  • 32 Teilnehmer

24. Juli  2022

  • Das Thema „Sand“ hatte Alfons so angekündigt: „Das derzeitige Wetter weckt Urlaubsgefühle und lässt von Strand und Meer träumen. Unter dem Mikroskop ist dies kein unerfüllbarer Wunsch. Für uns eine willkommene Gelegenheit, auch mal den Sand aus den eigenen Badesandalen heraus zu schütteln, unter das Mikroskop zu legen und frisch zu präsentieren. Ob Karibik oder Mittelmeer, das dürfen wir dann raten!“
  •  Die Beiträge von Sabine Kracht, Anne Gleich, Alfons Renz und Siegfried Schmidt nun im Sammelbeitrag hier → Beiträge wie Sand am Meer
  • In der aktuellen Presse konnte man lesen, dass der Bodensee momentan an vielen Stellen karibisch-grün aussieht.  Das Institut für Seenforschung in Langenargen (ISF) gibt an, dass es sich um planktische Kieselalgen handelt, die dem Wasser Kohlendioxid entziehen, wodurch sich im Wasser Kalkkristalle bilden. Diese, zusammen mit dem Grün der Algen, dem blauen Himmel und anderen Schwebstoffen verursachen, dass der See türkisgrün erstrahlt.
  • 32 Teilnehmer

17. Juli  2022

  • Das schöne Wetter nutzten wir am vergangenen Donnerstag zu einem spontanen Präsenztreffen am Ufer des Kirchentellinsfurter Baggersees in der neu eröffneten Open-Air-Gastronomie am Seeufer. Näheres hier → Spontanes Präsenztreffen der TMG am Kirchentellinsfurter Baggersee
  • Sand (1): Basalt vom Vesuv südlich von Neapel, gesammelt von Igor Reicher.
  • Sand (2): Anne Gleich mit Sand vom Miami Beach, aus Mallorca  und von Key West. Spontan live gezeigt mit „neuer“ Kamera am Stereomikroskop. Bestechend klare und farbgetreue Bilder mit der gebraucht erworbenen Olympus OM-D E-M5 Mark II. Etwas Bastelarbeit ist für die Adaption am Mikroskop notwendig. Die Software für das Arbeiten am Bildschirm ist sehr gut und einfach.
  • Diese Sand-Beiträge und weitere über Sand hier → Beiträge wie Sand am Meer
  • 23 Teilnehmer

10. Juli  2022

  • Der feine Unterschiede zwischen Polariskopen und Polarisationsmikroskopen und generell deren Funktionsweise kann uns Olaf Medenbach erläutern. Polariskope – insbesondere die nach Nörrenbach – sind das Thema seines Vortrags, hier in einem separaten Beitrag → Nörrenberg-Polariskope
  • Ein Bericht von Alfons Renz über die gestrige vektor-biologische Schönbuch-Exkursion mit seinen Studenten. Kriebelmücken sind und bleiben ihrem jahrzehntelangen (jahrhundertelangen?) Brutstandort am Mühlbach treu. Wie finden sie diese relativ kleine Stelle immer wieder? Auffallend bei den Larven ist, dass sie gegenseitig immer etwas Abstand halten. Das weiter oben am Goldersbach gefundene Farn/Moos ist wohl das Mondbechermoos Lunularia cruciata, ein Lebermoos. Christoph konnte das ‚Puppengehäuse‘ als ‚Kinderstube eines Blattrollers‘ identifizieren (Attelabidae, wurden früher zur Familie der Rüsselkäfer (Curculionidae) gezählt)‘. Bei der gefundenen Schnecke handelt es sich um die Bernsteinschnecke, Succinea putris, die als Zwischenwirt für den Vogel-Parasiten Leucochloridium dient. Leider konnten die  noch keine befallenen Schnecken im Goldersbachtal gefunden werden! Die Parasiten stecken in den Fühlern der Schnecke und locken durch auffallende Bewegung Vögel an, die diese fressen und dann als Wirte für ihre Vermehrung dienen.
  • Rädertier mit zwei „Köpfen“? Igor Reicher hat ein Video eines ihm unbekanntes Tierchen aus einem Teich gezeigt. Wir können es auch nicht einordnen.
  • 31 Teilnehmer

3. Juli  2022

  • Rückblick mit vielen Bildern auf über 100 mal Tübinger Mikroskopischer Stammtisch. Die Anzahl der behandelten Themen war riesig. Verständlich, denn unter das Mikroskop kann man ja nahezu alles legen, außer die Himmelskörper. Aber wir haben ja auch einen Astronomen an Bord, der auch davon schon manche tollen Aufnahmen beigesteuert hat.
    Vielen Dank an an den Initiator und „Moderator“ Alfons Renz und an alle Teilnehmer des Stammtisches, die dafür sorgen, dass die aus der Not geborene ZOOM-Veranstaltung weiterhin lebendig bleibt.
  • Der erste Juli-Samstag wird von der TMG immer als „Plankton-Aktionstag“ deklariert, an dem neben den TMG-„Tümplern“ auch Biologie-Studenten der Uni Tübingen teilnehmen.
    Neuerdings ist direkt an unserem Fangplatz eine Open-Air-Gastronomie aufgebaut, deren Biertisch-Garnituren und Gastronomie-Angebote wir natürlich gerne mitbenutzen (dürfen). Das Tümpeln wird komfortabel!
    Der See steht an der Kippe zur Algenblüte aus Aphanozonemon flosaquae und etwas Oscillatorien. Seit mehreren Jahren erstmals überhaupt keine Anopheles-Larven! Ebenso sehr wenige Wasserflöhe.
    Die vollständige Bildergalerie in diesem separaten Beitrag → Plankton-Aktionstag Juli 2022
  • Informationen zur Siedlungsgeschickte im Neckartal in der Gegend „unseres“ Baggersees gab Alfons Renz seinen Studenten, und beim TMS nun auch uns. Siehe die Bildergalerie dort→ Plankton-Aktionstag Juli 2022
  • Bachflohkrebse Gammarus haben häufig die orangeroten Acanthcephalus-Larven als Parasiten, die Fische als Zwischenwirte haben. Alfons Renz demonstriert anhand eines von ihm aufgenommenen Videos, wie man die im Verhältnis zum Wirt riesige Larve aus dem Flohkrebs herauspräpariert und wie sie aussieht. Anhand von Grafiken erfahren wir, wie der ausgeklügelte Mechanismus in der Uterusglocke ungefähr funktioniert, um ausgereifte Eier von Unausgereiften zu trennen und auszuscheiden.

Die bisherigen Tübinger Mikroskopischen Stammtische (TMS):