Tübinger Mikroskopischer Stammtisch (TMS)

Beim wöchentlichen „Mikroskopier-Stammtisch“ sitzen wir virtuell per Internet-Meeting (ZOOM) zusammen, immer Sonntags ab 10 Uhr. Die Zugangsmodalitäten werden rechtzeitig per E-Mail an die Mitglieder verschickt. Gäste sind willkommen, bitte Kontakt aufnehmen.

Die Beiträge sind hier in chronologischer Reihenfolge zusammengefasst, die neuesten zuerst (oben). Beiträge von weiter zurückliegenden Stammtischen sind ganz unten aufgelistet.

28. November 2021

  • Über die Wunderwerke der Konstruktionskunst der petrographischen Mikroskope und Apparate der Firma Fuess berichtete Dr. Olaf Medenbach und gewährt uns einen kleinen Einblick in seine Sammlung.
  • Eine kleine Überraschung ist der (Wieder-) Fund eines Belthle-Mikroskops, das der Bonner Zoologe Max Schultze im Jahr 1866 erworben hatte.

(Heute ohne Bildergalerie)

21. November 2021

  • Mit der Drachenkurve kann man die Größenfolge in kettenförmigen Diatomeen-Kolonien grafisch darstellen, wie Thomas Harbich im dritten Teil des Vortrags zeigte. Die Überprüfung der Gesetzmäßigkeiten ist in der Praxis meist problematisch, hauptsächlich, weil die Größenunterschiede sehr gering sind. Teil 1, 2 und 3 im Beitrag → Größen von Diatomeen einer Spezies .
  • Alfons Renz bietet ein schönes historisches Leitz-Mikroskop an, das durch seine ungewöhnliche rötliche Lackierung auffällt. Als Lack diente wohl „Drachenblut“, ein Harz des Drachenbaumes, oft Bestandteil von Messinglack mit Zusätzen von Schellack und Curcuma.
  • Ein UMO ist mit hoher Sicherheit ein Teil eines Landvermessungsgerätes. Der Spiegel ist durch ein Gewicht pendelnd gelagert und wird so in seiner senkrechten Lage ausgerichtet.
  • Die Frage, ob durch die Dicke von Objektträgern Farb- oder Abbildungsfehler auftreten, löste doch größere Diskussionen aus. Eher nicht, da der Strahlengang der einzelnen Farben nach dem Objektträgerglas wieder parallel ist und so bei einem breiten Lichtstrahlbündel wieder gemischt wird.
  • 30 Teilnehmer.

14. November 2021

  • Im zweiten Vortrag von Thomas Harbich zum Thema Diatomeen ging es um die Größenfolge in kettenförmigen Kolonien.
    Teil 1 und 2 im Beitrag → Größen von Diatomeen einer Spezies  (Teil 3 folgt).
  • In der Uni Tübingen ist bei einem Treffen von Museumsleuten ein Kästchen aufgetaucht, das eine Überraschung beinhaltete: Ein Belthle-Mikroskop, das einem Dr. Karl Rau gehörte. Alfons Renz konnte viel Historisches zu Belthle erzählen, der u. a. in Tübingen wirkte.
  • 28 Teilnehmer.

7. November 2021

  • Regine und Ulrich Szewzyk weisen freundlicherweise auf eine Exkursion in den Nationalpark Unteres Odertal in der Uckermark hin, die von der TU Berlin, FG Umweltmikrobiologie initiiert wird:
    –  26.05. bis 29.05.2022 (Anreise 25.05., Abreise 29. oder 30.05.)
    –  Aufenthalt und Übernachtung in der Wildnisschule Teerofenbrücke am Eingang zum Nationalpark.
    –  Kontakt kann über die TMG hergestellt werden.
    Die Besonderheiten im Nationalpark sind (neben der Mikrofauna und -flora)
    –  Fauna: Seeadler, Kraniche, Wachtelkönig, Schwarzstorch, Biber u. v. m.
    –  Wasserpflanzen (Schwimmfarn, Krebsschere, Froschbiss …
    –  Sumpfpflanzen: Zweizahn, Wolfstrapp, Sumpfgreiskraut, Schwanenblume u. v. m.
    –  Ausgeprägter Eisenkreislauf.
  • Wegen der beiden überlappenden Schalenhälften ergeben sich bei der ungeschlechtlichen Vermehrung der Diatomeen unterschiedlich große Nachkommen. Thomas Harbich erläuterte die Zusammenhänge in seinem Vortrag „Größen von Diatomeen einer Spezies„. Der ganze Vortrag im Beitrag → Größen von Diatomeen einer Spezies  (Der Vortrag wird fortgesetzt)
  • Im kleinen Vortrag „Chinarinde, Legenden um das erste Malariamittel“ nahm Horst Fries die Teilnehmer am Stammtisch mit ins frühe Südamerika, wo die Chinarinde erstmals als Malariamittel eingesetzt wurde. Viele netten Geschichten rundherum sind wenig belegt und eher unwahrscheinlich. Das Wort „China“rinde stammt ab vom indianischen Wort „kina“ für Rinde. Der Gräfin Ana de Chinchón zu Ehren, Gattin des Vizekönigs von Peru (Amtszeit 1628-1639), benannte Carl von Linné den Chinarindenbaum mit „Cinchona“, wobei der das „h“ vergessen hatte.
  • Rudolf Lukes hatte noch ein paar Fragen zum Thema Malaria, das schon beim vorigen Stammtisch auf der Agenda stand (siehe Bildergalerie). Die bisherigen Beiträge zur Malaria: →Wie bekommt die Mücke Malaria? und →Apicomplexa, Gestaltwandler am Beispiel der Malaria
  • Das UMO, für das keiner der TMS-Teilnehmer eine Erklärung hatte, bleibt somit ein UMO.
  • 31 Teilnehmer

Die bisherigen Tübinger Mikroskopischen Stammtische (TMS) und Beiträge hieraus: