Wie bekommt die Mücke Malaria?


Wenn man die Malaria-Ansteckung aus einem anderen Blickwinkel betrachtet, ergeben sich vielleicht zusätzliche Bekämpfungsstrategien.

Rudolf Lukes (MVM München) hat beim Tübinger Mikroskopischen Stammtisch am 25. Oktober 2020 diese etwas andere Sichtweise ins Spiel gebracht, die er hier im Detail erläutert:

Um als Vektor die Malaria verbreiten zu können, muss die Malariamücke sich erst beim Menschen anstecken.

Seit Covid sind „die symptomlosen Erreger-Träger“ in den öffentlichen Fokus geraten. Der symptomlose menschliche Erregerpool bei der Malaria kann, verglichen mit der Anzahl der klinisch Erkrankten, fünfmal so groß sein.

Rudolf hält den Punkt „die Mücke steckt sich beim Menschen an“ für einen Blind Spot bei Biologen, Ärzten und Epidemiologen.

Darüber im pdf-Dokument die Erläuterungen.

Malaria ist keine Zoonose. D. h. sie springt nicht von einem tierischen Erregerpool auf den Menschen über und versteckt sich dort auch nicht (Ausnahme: das weniger verbreitete Plasmodium knowlesi).

Es gibt übrigens 422 Anopheles-Arten und davon sind 70 Arten bedeutende Wirte. D. h. nur eine begrenzte Anzahl von Mücken kann Malaria übertragen.


Dieser Beitrag darf gerne kommentiert werden. Kommentare bitte an Horst Fries (), der sie dann hier anfügt.


Auszüge aus dem pdf-Vortrag von Rudolf Lukes: