UMOs – Unbekannte Mikroskopische Objekte

Unbekanntes erweckt die Aufmerksamkeit der Menschen – die der Mikroskopiker ganz besonders. Beim Tübinger Mikroskopischen Stammtisch sind UMOs spannende Diskussionspunkte. UMOs können u. a. sein:
  • Wolpertinger
  • Fakes
  • Unbekannte Hersteller
  • Unbekannte Funktionen
  • Curiosa
  • Unbekannte biologische Objekte

Das UMO-Titelbild: Kalkstein-Oberfläche im Vordergrund und Warsteiner Eisenkiesel im Hintergrund, Fotos von Wilfried Latz, zusammengesetzt von Horst Fries.


28.02.2021 – Eiförmige mikroskopische Objekte (Stichwort „Ostern“)

Dem Mikroskopiker begegnen ständig irgendwelche eiförmigen Gebilde, die man schwer identifizieren kann, da sie den unterschiedlichsten Tier- und Pflanzengruppen angehören können. Wenn man googlt, erhält man zwar viele Bilder, aber meist ohne Namen. Günther Dorn hätte hier gerne Hilfe, aber wie? Schicken wir an eine zentrale Stelle Bilder mit bekannter Identifizierung? Also praktisch eine Ostereier-Aktion: Jeder Stammtisch-Teilnehmer muss zu Ostern ein oder mehrere Ei-Bilder mit Beschriftung an Günther (oder hier zum Webmaster) schicken?

21.02.2021 – 28.02.2021 -Vergleichsmikroskop?

Ein Gerät von Alfons Renz, auf einem Tübinger Flohmarkt erworben, gilt es zu enträtseln. Am wahrscheinlichsten, aber dennoch ziemlich unsicher, wird ein „Luftbildvergleichsgerät“ genannt. Das Gerät ist von Zeiss, aber dort kennt es niemand mehr. Auf dem Kästchen steht „M.S.M. J121“.
Die Abkürzung „M.S.M“ konnte aufgelöst werden: Marine Schule Müriz (bei Flensburg). Dann wird es wahrscheinlich, dass damit Luftbilder von Schiffsbewegungen ausgewertet wurden, vielleicht. Ein Kontakt dorthin wird Alfons aufzunehmen versuchen.

21.02.2021 – 28.02.2021 – Kälteliebende Lilie, Schneeglöckchen?

Eine erblühte Lilie von der Schwäbischen Alb (hier auch Klein-Sibirien genannt) wenige Tage nach Schnee mit heftigen Minusgraden (M. Erb). Es ist wohl die Sibirische Schwertlilie Iris sibirica (vielleicht auch die auf der Alb endemische Iris micro-sibirica HAEMMERLE).

Das Schneeglöckchen ist ein Märzenbecher (Leucojum vernum), der auch Großes Schneeglöckchen genannt wird. Also war „Schneeglöckchen“ nicht ganz falsch.

14.02.2021 – 28.02.2021 – Sternenrotz

Immer noch ungeklärt: Manfred Erb möchte gerne wissen, was er kürzlich im Wald auf Moos gefunden hat: Ein glibberiges Häufchen ohne besondere Struktur: Von Schleimpilz über Reiher-Spucke, Sternenrotz zu Elfengrütze?

Die unsererseits favorisierte Deutung: Von Reihern „ausgereiherte“ Eileiter von Kröten bzw. Fröschen.

Sonderbar, dass diese schon seit Langem beschriebene Masse noch immer nicht aufgeklärt wurde. Günther klemmt sich dahinter!

Eine weitere Deutung: Enteisungsmittel, das von Flugzeugen nach dem Start von den Tragflächen abfiel. Warum aber dann meist im Wald in der Nähe von Gewässern?