Saugwürmer (Trematoden) – Zusammengefasste Beiträge

Alle unsere Beiträge zu Trematoden, ihre Miracidien und Zerkarien, sind hier in einem Sammelbeitrag zusammengefasst. Fehlgeschlagene Versuche, Zerkarien nachzuweisen, sind hier auch aufgeführt.

TMS 26. Juli 2026
  • Im Neckar in Tübingen haben wir inzwischen noch einen 4. Typ von Zerkarien gefunden. Demnach muss es mindestens ebenso viele Trematoden in Wasservögeln, Amphibien, Fischen oder Kleinsäugern geben, die im oder um den Neckar Kontakt zum Wasser haben. Über diese Zyklen und die unterschiedlichen Typen von Zerkarien berichtete Alfons Renz.
  • Ergänzend dazu: Wasserschneckenarten im Neckar, potentielle Zwischenwirte von Trematoden.
Tübinger Mikroskopischer Stammtisch 6. Oktober 2024
  • Tümpeln am Baggersee gestern: Schmutzig-grünes Wasser mit erwartungsgemäß hoher Ausbeute an Plankton. Vier Cyanophyceen-Arten, sehr viele Dinoflagellaten, Hüpferlinge, aber sehr wenige Daphnien, Diatomeen. Ein Myracidien-Schlüpftest aus Entenkot zeigte kurzfristig keine Myracidien. Alfons, zusammen mit zwei Studierenden, werden den Test weiter beobachten.
Theodor Bilharz und die Bilharziose (4. Oktober 2024)
  • Jetzt, wo die Tage kürzer und die Abende länger werden, denkt man gerne an wärmere Zeiten, an tropische Temperaturen und Baden in warmen Gewässern. Eine Parasitose, die jedoch in tropischen Seen und Gewässern lauert, hat der in Tübingen ausgebildete Arzt Theodor Bilharz 1851 in Kairo beschrieben. Nach ihm ist die Bilharziose benannt, die zu den gefährlichen Tropenseuchen zählt. Circa 250 Millionen Meschen leiden an ihr.Das Mikroskop spielt eine entscheidende Rolle bei der Diagnose des Befalls mit den Trematoden-Würmern, bei der Unterscheidung der verschiedenen Erreger und dem Nachweis der Übertragungsstadien (Zerkarien) aus den Schnecken.

    Darüber berichtete Alfons Renz beim TMS und stellt die Parasiten, ihre Entwicklungsstadien und die Zwischenwirtsschnecken vor.

Tag des Planktons Juli 2021
  • Sonnenbarsche, nicht ganz erwünschte Neobionten, tummeln sich am Ufer. Zerkarien von Wasservögeln konnten nicht nachgewiesen werden (das simple Verfahren mit dem Glaskolben zum Nachweis ist aber langjährig erprobt!).
Miracidien-Schlüpftest (18. August 2020)

Ziemlich altmodisch, dieses Verfahren mit Glaskolben, um Miracidien nachzuweisen. Aber wenns gut funktioniert …

Der Schlüpftest stammt nämlich aus der Mottenkiste des Tropenmedizinischen Instituts in Tübingen, wo er jahrzehntelang erfolgreich zum Nachweis von Bilharziose-Befall bei Tropenrückkehrern benutzt wurde.

Der Versuch, dies zeitgemäß ‚molekulargenetisch‘ zu diagnostizieren, setzte sich nicht durch und man kehrte reumütig wieder zu diesem Testverfahren zurück, das in seiner Schlichtheit unübertroffen ist. Denn nur wenn man reichlich Miracidien findet, liegt mit Gewissheit ein medizinisch relevanter Befall vor, der therapiert werden sollte.

Ich verwende diesem Glaskolben als Demonstrationsobjekt bei Exkursionen zum Baggersee, wo wir immer wieder versucht haben, frisch geschlüpfte Miracidien aus Enten- und Schwanenkot nachzuweisen. Diese Vögel sollten Trichobilharzien und andere Trematoden beherbergen. Leider war die Suche bislang erfolglos. Vielleicht, weil wir den Versuch nach Ende der Exkursion (ein paar Stunden) abgebrochen haben.

Schon seit langem wollte ich deshalb diesen Versuch auch mit Schistosomen-Eiern aus Mäusekot (Labor-Zyklus) testen.

Alfons Renz

Ein Video mit befallenen Schnecken (Lymnaea stagnalis) aus einem Gartenteich bei Tübingen. Welche Trematoden-Art es ist, ist nicht sicher.

TMS 9. August 2020
  • Dann ging es wieder um Gefahren aus den Badeseen: Die Blaualgen hatten wir am letzten Sonntag thematisiert. Dieses Mal beschäftigten uns Saugwürmer, die sich in Lungenschnecken entwickeln und deren Larven beim Eindringen in die Haus schwere Entzündungen hervorrufen: Zerkarien-Dermatitis. Ein Tübinger Forscher war hier namensgebend: Die ‚Bilharziose‘ ist nach dem Tübinger Medizinstudenten Theodor Bilharz benannt, der später in Kairo die nach ihm benannte Wurmkrankheit beschrieben hat.
Endlich wieder reales Plankton! – Planktonaktionstag Juli 2020
  • Trematoden-Larven (Zerkarien) wollte die Gruppe aufspüren, und zwar in Wassergeflügelkot mit Hilfe eines spezialisierten Erlenmeyerkolbens. Aber keine war zu sehen, vielleicht war die Zeit zu kurz.