„Forever Young“—Tardigraden als Lebenskünstler

Dr. Ralph O. Schill

Tardigraden als Lebenskünstler  (was Sie schon lange über Bärtierchen wissen wollten)

Sie leben in heißen Wüstenregionen, in immerfeuchten Tropen, in der Tiefsee und auf Gletschern, aber auch vor unserer Haustür – die Rede ist von den Bärtierchen. Keine andere Tiergruppe hat es geschaft, sich im Laufe der Evolution so perfekt an schnell wechselnde Umweltbedingungen anzupassen wie die nur knapp 1 mm großen Tiere. Wie sie es schaffen, komplett auszutrocknen oder zu gefrieren, ohne ihre Zellen zu schädigen, ist bislang weitgehend unklar. Die Bärtierchen stehen bei Ralph Schills Forschungen stets im Mittelpunkt; wobei er ihre Fähigkeiten auch gerne mit anderen Organismen vergleicht.

Nach dem einführenden Vortrag gibt es genügend Zeit diese faszinierenden Tiere live unter entsprechender Optik zu betrachten.

 Gäste sind sehr herzlich willkommen!

Vorschau: Mikroskopieren,- ein Workshop für Amateure

Die VHS Inzigkofen veranstaltet vom 16. September bis 21. September 2019 einen Workshop

Mikroskopieren für Amateure

 

nähere Informationen unter www.vhs.i.de

 

 

Vitaltaxonomie bei Ascomyzeten. Mikroskopie von Pilzen – lebend oder tot?

Vitaltaxonomie bei Ascomyzeten. Mikroskopie von Pilzen – lebend oder tot?
Dr. Hans-Otto Baral
Donnerstag, 25.10.2018 ab 19 Uhr ct.
Universität Tübingen, Im Kursraum des Instituts für Evolution und Ökologie, Auf der Morgenstelle 28, E-Bau, 3-Stock

Pilze werden häufig im herbarisierten Zustand mikroskopiert. Um brauchbare Präparate zu erzielen, werden sie mit diversen Chemikalien aufgequollen, aufgehellt und eingefärbt. Zudem wird auch bei Frischpilzen aufgrund der Verflechtung der Zellfäden zur Auflockerung oft Druck angewandt. Den meisten Mykologen entgeht dabei, dass lebendes Pilzgewebe ein oft viel klareres Bild abgibt und keiner Hilfsmittel zur Kontrasterhöhung bedarf. Der Hauptvorteil der „Vitaltaxonomie“ ist aber, dass aussagekräftige Inhalte vitaler Zellen mit der „Herbarmethode“ unwiderbringlich verloren gehen und auch Einschätzungen zum Reifegrad der Sporen mit Herbarmaterial nicht mehr möglich sind. Ein weiterer häufig übersehener Effekt ist die Schrumpfung der Zellen aufgrund Turgorverlust und Wandelastizität.
Anhand verschiedener Askomyzeten soll ein Einblick in diese lichtmikroskopisch leicht zu beobachtenden Phänomene vermittelt werden, die auch bei Algen und höheren Pflanzen vorkommen.
Gäste sind sehr herzlich willkommen!