„Forever Young“—Tardigraden als Lebenskünstler

Dr. Ralph O. Schill

Tardigraden als Lebenskünstler  (was Sie schon lange über Bärtierchen wissen wollten)

Sie leben in heißen Wüstenregionen, in immerfeuchten Tropen, in der Tiefsee und auf Gletschern, aber auch vor unserer Haustür – die Rede ist von den Bärtierchen. Keine andere Tiergruppe hat es geschaft, sich im Laufe der Evolution so perfekt an schnell wechselnde Umweltbedingungen anzupassen wie die nur knapp 1 mm großen Tiere. Wie sie es schaffen, komplett auszutrocknen oder zu gefrieren, ohne ihre Zellen zu schädigen, ist bislang weitgehend unklar. Die Bärtierchen stehen bei Ralph Schills Forschungen stets im Mittelpunkt; wobei er ihre Fähigkeiten auch gerne mit anderen Organismen vergleicht.

Nach dem einführenden Vortrag gibt es genügend Zeit diese faszinierenden Tiere live unter entsprechender Optik zu betrachten.

 Gäste sind sehr herzlich willkommen!

Vitaltaxonomie bei Ascomyzeten. Mikroskopie von Pilzen – lebend oder tot?

Vitaltaxonomie bei Ascomyzeten. Mikroskopie von Pilzen – lebend oder tot?
Dr. Hans-Otto Baral
Donnerstag, 25.10.2018 ab 19 Uhr ct.
Universität Tübingen, Im Kursraum des Instituts für Evolution und Ökologie, Auf der Morgenstelle 28, E-Bau, 3-Stock

Pilze werden häufig im herbarisierten Zustand mikroskopiert. Um brauchbare Präparate zu erzielen, werden sie mit diversen Chemikalien aufgequollen, aufgehellt und eingefärbt. Zudem wird auch bei Frischpilzen aufgrund der Verflechtung der Zellfäden zur Auflockerung oft Druck angewandt. Den meisten Mykologen entgeht dabei, dass lebendes Pilzgewebe ein oft viel klareres Bild abgibt und keiner Hilfsmittel zur Kontrasterhöhung bedarf. Der Hauptvorteil der „Vitaltaxonomie“ ist aber, dass aussagekräftige Inhalte vitaler Zellen mit der „Herbarmethode“ unwiderbringlich verloren gehen und auch Einschätzungen zum Reifegrad der Sporen mit Herbarmaterial nicht mehr möglich sind. Ein weiterer häufig übersehener Effekt ist die Schrumpfung der Zellen aufgrund Turgorverlust und Wandelastizität.
Anhand verschiedener Askomyzeten soll ein Einblick in diese lichtmikroskopisch leicht zu beobachtenden Phänomene vermittelt werden, die auch bei Algen und höheren Pflanzen vorkommen.
Gäste sind sehr herzlich willkommen!

Vom Caprivi bis Kapstadt- ein Streifzug durch die Vielfalt der Arthropoden mit ihrer Anpassung an die Biotope

 

Roland Herdtfelder und Dr. Wolf Reckhaus

Donnerstag, den 27. September 2018, 19 Uhr ct.

Inst. für Evolution u. Ökologie, E-Bau, Ebene 3, Auf d. Morgenstelle 28

Die Diversität der namibischen Biotope – von der trockenen Sandwüste bis zum feuchtwarmen Tropenwald – spiegelt sich in der Vielfalt der dort vorkommenden Käfer, Spinnen, und Heuschrecken.

Insbesondere die Warntrachten giftiger Arten wie bei diesem „Foam Grashopper“ oder die Tarnungen von Heuschrecken der Namib sind bemerkenswert.

Die Ergebnisse mehrerer Reisen werden in einem reich bebilderten Vortrag zusammengefasst.

Gäste sind sehr herzlich willkommen!

=> Falls der Eingang geschlossen ist, bitte anrufen: 0159 0318 2906

Wochenendexkursion an den Federsee: Freitag, 22. Juni bis Sonntag, 24. Juni 2018

Wochenendexkursion_ Federsee_2018 ( hier klicken)

Wochenendexkursion an den Federsee Freitag, 22. Juni bis Sonntag, 24. Juni 2018

Das Federseemoor liegt inmitten der eiszeitlich entstandenen Hügellandschaft Oberschwabens. Größe und Vielgestaltigkeit erlauben einen besonderen Reichtum der Flora und Fauna. Im Federseegebiet leben ca. 265 Vogelarten. Bereits 1939 wurden Teile der Moorfläche mit dem Federsee unter Naturschutz gestellt. Neben dem Federsee gibt es zusätzlich kleine Gewässer in unmittelbarer Umgebung, die in die Welt des Mikrokosmos einladen.

Termin: Freitag, 22. Juni 2018 (Anreise am Nachmittag, ab ca. 15 Uhr) bis Sonntagmittag 24. Juni 2018.

Wo: Federseestation der Universität Tübingen, Bad Buchau, Wellerstraße 7

http://www.mnf.uni-tuebingen.de/fachbereiche/biologie/institute/evolutionecology/lehrbereiche/vergleichende-zoologie/federsee.html

Die Federseestation befindet sich in der Nähe des Federseemuseums in Bad Buchau. Sie verfügt über Kursräume, die zum Mikroskopieren einladen und einfache Gruppenunterkünfte. Bei Interesse an einer Unterbringung im Mehrbettzimmer auf der Station muss bei mir separat angefragt werden, kurzfristige Änderungen können nicht ausgeschlossen werden.

Gerne können eigene Mikroskope mitgebracht werde. Es gibt auch Mikroskope und Binokulare in der Station, die nach Absprache genutzt werden können. Angedacht ist gemeinsames Tümpeln mit anschließender mikroskopischer Untersuchung und kurzen Impulsvorträgen der Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Zudem sollte ein Fernglas mitgenommen werden. Jeder ist eingeladen sich in die Programmgestaltung mit Themen und Ideen einzubringen.

Kosten: Selbstverpflegung, Übernachtung sollte in Bad Buchau selber organisiert werden, es gibt viele günstige Unterkünfte, z.B. unter https://www.bad-buchau.de/index.php?id=34&no_cache=1

Wer Interesse an der Kursteilnahme hat sollte sich bis Freitag, 15. Juni 2018 bei mir anmelden. Wer nur teilweise vorbeikommen möchte sollte nachfragen, wann geeignete Besuchszeiten sind (programmabhängig) und sich kurz anmelden.

Kontaktdaten: Bettina Walter bettina.walter@gmx.net

Oder per Telefon: 06251/ 9891849 (mit AB)

Beste Grüße

Bettina Walter

 

Riesenviren, fast zum Anfassen- geködert mit Amoeben; ein Paradigmenwechsel nach über 100 Jahren

Vortrag  Prof. Dr. Christian Bardele

„Bislang galten Viren als submikroskopisch kleine, nur im Elektronenmikroskop darstellbare DNA oder RNA enthaltende Zellparasiten, die vornehmlich als Krankheitserreger betrachtet wurden.  Nun die Überraschung. Seit 2003 findet man in ständig wachsender Zahl Riesenviren mit DNA und RNA, über 1,5 µm groß, mit über 1000 Genen und einem fast vollständigen Proteinsyntheseapparat; zuerst in Amöben, dann in zahlreichen anderen eukaryontischen Einzellern, schließlich„wiedererwachend“ in 30000 Jahre alten Permafrostböden und nun auch in Organen des Menschen (Trittbrettfahrer?). 8 % des Humangenoms besteht aus „hauseigenen“ Viren, die maßgeblich zur Evolution der Plazenta beigetragen haben. Wir lernen, Viren spielen, wie viele Bakterien, eine kaum zu überschätzende Rolle im globalen Ökosystem unserer Welt. Das sollte Sie interessieren.“

Donnerstag, den 24. Mai 2018 , 19 Uhr ct.

Inst. für Evolution u. Ökologie, E-Bau, Ebene 3, Auf der Morgenstelle 28

 

Tümpelgruppe im Februar 2018 am Baggersee

Innerhalb der TMG sind wir eine kleine Gruppe die sich jeden ersten Samstag eines Monates an einem Baggersee trifft, um das Plankton und das Geschehen und Leben im Tümpel zu beobachten. Deshalb nennt man uns auch die Tümpler.

Unsere Mikroskope nehmen wir mit. Direkt vor Ort  werden Wasserproben mit dem Planktonnetz entnommen und dann unter den Mikroskopen betrachtet. Erfahrung und entsprechende Literatur hilft uns das Plankton zu bestimmen. Meist treffen wir uns am Baggersee in Kirchentellinsfurt im Sommer um 08:00 Uhr, im Winter um 08:30 Uhr

Wassertemperatur, Leitfähigkeit und pH-Wert sind Standardwerte, die am jeweiligen Tag ebenfalls gemessen werden.  Diese Werte weden durch unseren “Wasserwart” sehr genau protokolliert.

Erfahrungsaustausch und die Unterhaltung kommt nicht zu kurz.

Wir freuen uns immer über interessierte Gäste, Beobachter und Mitwirkende.

typisches februar wetter

auch ein Regenschauer ist cool

diskussionen am arbeitsplatz

Mikroskopierabend 17. Juli (Freitag) 19 Uhr: Fleischfressende Pflanzen

Mikroskopierabend: Fleischfressende Pflanzen

Fleischfressende Pflanzen -mit ihren kleinen und großen Helfern, um an den begehrten Stickstoff zu kommen

Prof. Christian Bardele, TMG-Tübingen.

Darwin schrieb ein Buch über die insektivoren Pflanzen. Für Kreationisten sind sie noch immer ein gefundenes Fressen.
Photographen jagen sie und den Biologen überraschen sie mit verblüffenden neuen Befunden.
Für den praktischen Teil des Abends steht uns Kurs- und Demonstrationsmaterial aus dem Botanischen Garten zur Verfügung.

Gäste sind sehr herzlich willkommen

Foto: Wasserschlauch (Utricularia) mit Erlaubnis von  L.Stritch.fs.fed.us

 

Bardele insektivore Pflanzen