Tümpeln im April

Am 06. April ist unser nächster Tümpel-Samstag. Wir treffen uns gegen 08:30 Uhr auf dem Parkplatz des Baggersees in Kirchentellinsfurt. Sollte die Strasse immer noch wegen der Krötenwanderzng gesperrt sein, weichen wir an den Baggersee in Hirschau aus. Gäste, Freunde des Mikroskops, Aquarienfreunde und Angler die sich für das reichhaltige Plankton in unseren Seen interessieren, sind immer herzlich willkommen.

Impressionen vom Hirschauer Baggersee am 03.03.2109

Liebe Tübinger Tümpler,

Für die beiden Unentwegten, die heute Morgen am Hirschauer Baggersee tümpelten, hat sich das Frühaufstehen trotz des suboptimalen Wetters durchaus gelohnt: Phytoplankton war zwar außer einem Dinobryon und sehr wenigen Fadenalgen kaum zu finden. Auch keine Asterionella, die 2016 so häufig waren und Rädertierchen. Fast alle Hüpferlinge waren dicht mit Glockentierchen besetzt.

Ich habe am Nachmittag (das Plankton hält sich leider nicht lange, wie man leicht erkennt!) die Gelegenheit genutzt, um das neue Capture2-Programm für die TUCSEN-Video-Kamera zu testen: Man kann damit ganz ‚automatisch‘ Stitchen und Stacken, also Bilder zusammenfügen und Focusschichten überlagern. Das Bild des Cyclops mit den Glockentierchen zuerst als einzelne Aufnahme: Man sieht nur eine Vorticella scharf. Nach Druck auf die Stacking-Taste und ‚Durchfokussieren‘ innerhalb einer Sekunde, ergab sich das gestackte Bild: Man sieht alle Glockentierchen scharf, aber auch, dass sich die Antenne und, natürlich auch die Glockentierchen, etwas bewegt haben.

Dazu die Bilder eines Moina Wasserflohs, die ich erst nur gestitcht  (Bilder zusammengefügt mit Microsoft Image Composite Editor, kostenlos) und dann gestackt (Fokus-Ebenen verschmolzen) dann auch gestitcht (2 gestackte Bilder ) habe. Das gestichte Bild habe ich bereinigt, das gestichte und gestackte Bild ist nur in der Größe reduziert.
Es ist faszinierend, was man heute alles mit kostenlosen Programmen erreichen kann, wobei meine Bilder allenfalls erste Versuche sind und sich sicher erheblich verbessern ließe.

Viel Freude bei Betrachten der Bilder und herzliche Grüße,

Alfons

Naturkundemuseum Stuttgart: Leben im Bernsteinwald Sonderausstellung bis 28.07.2019

Das Naturkundemuseum Stuttgart präsentiert derzeit in seiner großen Landesaustellung eine beeindruckende Auswahl von Bernstein mit Inklusen. Die Ausstellung entführt sie in die Welt der Wissenschaft. Das besondere an den Bernstein-Inklusen ist die beinahe unglaubliche Erhaltung 40 Millionen Jahre alter Fliegen, die aussehen, als seien sie heute Morgen noch durchs Zimmer gesummt. Auch Vorträge werden angeboten: 14. Februar, 19.00 Uhr; Lebewesen im Bernstein-zum Greifen nah: Mikroskopische Aufnahmen in 3D

Weiteres unter: www.naturkundemuseum-bw.de

Tümpeln am Baggersee 02.März 2019

Dieser Termin findet am Baggersee Hirschau statt, da vermutlich der Baggersee Kirchentellinsfurt wegen der Krötenwanderung gesperrt ist. Gäste sind herzlich willkommen. Wir treffen uns gegen 08:30 am Baggersee.

Foto: Alfons Renz am 02.02.2019
Daphnia-longispina

„Forever Young“—Tardigraden als Lebenskünstler

Dr. Ralph O. Schill

Tardigraden als Lebenskünstler  (was Sie schon lange über Bärtierchen wissen wollten)

Sie leben in heißen Wüstenregionen, in immerfeuchten Tropen, in der Tiefsee und auf Gletschern, aber auch vor unserer Haustür – die Rede ist von den Bärtierchen. Keine andere Tiergruppe hat es geschaft, sich im Laufe der Evolution so perfekt an schnell wechselnde Umweltbedingungen anzupassen wie die nur knapp 1 mm großen Tiere. Wie sie es schaffen, komplett auszutrocknen oder zu gefrieren, ohne ihre Zellen zu schädigen, ist bislang weitgehend unklar. Die Bärtierchen stehen bei Ralph Schills Forschungen stets im Mittelpunkt; wobei er ihre Fähigkeiten auch gerne mit anderen Organismen vergleicht.

Nach dem einführenden Vortrag gibt es genügend Zeit diese faszinierenden Tiere live unter entsprechender Optik zu betrachten.

 Gäste sind sehr herzlich willkommen!

Vorschau: Mikroskopieren,- ein Workshop für Amateure

Die VHS Inzigkofen veranstaltet vom 16. September bis 21. September 2019 einen Workshop

Mikroskopieren für Amateure

 

nähere Informationen unter www.vhs.i.de

 

 

Vitaltaxonomie bei Ascomyzeten. Mikroskopie von Pilzen – lebend oder tot?

Vitaltaxonomie bei Ascomyzeten. Mikroskopie von Pilzen – lebend oder tot?
Dr. Hans-Otto Baral
Donnerstag, 25.10.2018 ab 19 Uhr ct.
Universität Tübingen, Im Kursraum des Instituts für Evolution und Ökologie, Auf der Morgenstelle 28, E-Bau, 3-Stock

Pilze werden häufig im herbarisierten Zustand mikroskopiert. Um brauchbare Präparate zu erzielen, werden sie mit diversen Chemikalien aufgequollen, aufgehellt und eingefärbt. Zudem wird auch bei Frischpilzen aufgrund der Verflechtung der Zellfäden zur Auflockerung oft Druck angewandt. Den meisten Mykologen entgeht dabei, dass lebendes Pilzgewebe ein oft viel klareres Bild abgibt und keiner Hilfsmittel zur Kontrasterhöhung bedarf. Der Hauptvorteil der „Vitaltaxonomie“ ist aber, dass aussagekräftige Inhalte vitaler Zellen mit der „Herbarmethode“ unwiderbringlich verloren gehen und auch Einschätzungen zum Reifegrad der Sporen mit Herbarmaterial nicht mehr möglich sind. Ein weiterer häufig übersehener Effekt ist die Schrumpfung der Zellen aufgrund Turgorverlust und Wandelastizität.
Anhand verschiedener Askomyzeten soll ein Einblick in diese lichtmikroskopisch leicht zu beobachtenden Phänomene vermittelt werden, die auch bei Algen und höheren Pflanzen vorkommen.
Gäste sind sehr herzlich willkommen!

Vom Caprivi bis Kapstadt- ein Streifzug durch die Vielfalt der Arthropoden mit ihrer Anpassung an die Biotope

 

Roland Herdtfelder und Dr. Wolf Reckhaus

Donnerstag, den 27. September 2018, 19 Uhr ct.

Inst. für Evolution u. Ökologie, E-Bau, Ebene 3, Auf d. Morgenstelle 28

Die Diversität der namibischen Biotope – von der trockenen Sandwüste bis zum feuchtwarmen Tropenwald – spiegelt sich in der Vielfalt der dort vorkommenden Käfer, Spinnen, und Heuschrecken.

Insbesondere die Warntrachten giftiger Arten wie bei diesem „Foam Grashopper“ oder die Tarnungen von Heuschrecken der Namib sind bemerkenswert.

Die Ergebnisse mehrerer Reisen werden in einem reich bebilderten Vortrag zusammengefasst.

Gäste sind sehr herzlich willkommen!

=> Falls der Eingang geschlossen ist, bitte anrufen: 0159 0318 2906

Dr. Wilfried Nisch NMI Reutlingen Termin am 28. Juni 2018 wird verschoben

Leider kann diese Veranstaltung am 28 Juni wegen Krankheit nicht stattfinden.

Dieser Termin wird zu einem anderen Zeitpunkt stattfinden.

Wochenendexkursion an den Federsee: Freitag, 22. Juni bis Sonntag, 24. Juni 2018

Wochenendexkursion_ Federsee_2018 ( hier klicken)

Wochenendexkursion an den Federsee Freitag, 22. Juni bis Sonntag, 24. Juni 2018

Das Federseemoor liegt inmitten der eiszeitlich entstandenen Hügellandschaft Oberschwabens. Größe und Vielgestaltigkeit erlauben einen besonderen Reichtum der Flora und Fauna. Im Federseegebiet leben ca. 265 Vogelarten. Bereits 1939 wurden Teile der Moorfläche mit dem Federsee unter Naturschutz gestellt. Neben dem Federsee gibt es zusätzlich kleine Gewässer in unmittelbarer Umgebung, die in die Welt des Mikrokosmos einladen.

Termin: Freitag, 22. Juni 2018 (Anreise am Nachmittag, ab ca. 15 Uhr) bis Sonntagmittag 24. Juni 2018.

Wo: Federseestation der Universität Tübingen, Bad Buchau, Wellerstraße 7

http://www.mnf.uni-tuebingen.de/fachbereiche/biologie/institute/evolutionecology/lehrbereiche/vergleichende-zoologie/federsee.html

Die Federseestation befindet sich in der Nähe des Federseemuseums in Bad Buchau. Sie verfügt über Kursräume, die zum Mikroskopieren einladen und einfache Gruppenunterkünfte. Bei Interesse an einer Unterbringung im Mehrbettzimmer auf der Station muss bei mir separat angefragt werden, kurzfristige Änderungen können nicht ausgeschlossen werden.

Gerne können eigene Mikroskope mitgebracht werde. Es gibt auch Mikroskope und Binokulare in der Station, die nach Absprache genutzt werden können. Angedacht ist gemeinsames Tümpeln mit anschließender mikroskopischer Untersuchung und kurzen Impulsvorträgen der Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Zudem sollte ein Fernglas mitgenommen werden. Jeder ist eingeladen sich in die Programmgestaltung mit Themen und Ideen einzubringen.

Kosten: Selbstverpflegung, Übernachtung sollte in Bad Buchau selber organisiert werden, es gibt viele günstige Unterkünfte, z.B. unter https://www.bad-buchau.de/index.php?id=34&no_cache=1

Wer Interesse an der Kursteilnahme hat sollte sich bis Freitag, 15. Juni 2018 bei mir anmelden. Wer nur teilweise vorbeikommen möchte sollte nachfragen, wann geeignete Besuchszeiten sind (programmabhängig) und sich kurz anmelden.

Kontaktdaten: Bettina Walter bettina.walter@gmx.net

Oder per Telefon: 06251/ 9891849 (mit AB)

Beste Grüße

Bettina Walter